Sonntag, 3. Oktober 2010

möglichkeiten - Dilaram

Donnerstag, 18. Dezember 2008 - 00:41 Uhr
möglichkeiten


geh
komm
bleib
ich laß dich sein

laß uns träumen
flüstern
reden
und den Wind anschreien

wir feiern einfach so
mit Kerzenschein
und heißem Wachs
mit anschließendem zerfließen

wir binden uns nicht
aneinander
verbunden
sind wir auch so

Gefühle
brauchen keinen Namen
Augenblicke zählen
mehr als das
halten
was wir haben
aneinander


Freitag, 12. Dezember 2008 - 19:09 Uhr
Dilaram

Dilaram I

Zeit
Zeit zum zurücklehnen im Sein
dem Sinn zusehen im Entstehen
wie es sich umrundet
aufeinander zubewegt
spielt mit Worten, Gesten und Blicken
zögerlich, neugierig, nahe
und näher kommt, stetig
schweigend nähert sich Denken
zweierlei Orte, einerlei Sinn,
zuhören, hinhören, aufmerksam
das Wollen wollen,
und können
irgendwann
einfach
warten
können


Dilaram II

"Weisst du" , sprach sie leise in das alufarbene Gehäuse " so vieles ist gar nicht wichtig zur Zeit."

Was ist denn wichtig?

Wichtig ist nur das innendrin, diese Wärme, die einfach stetig vorhanden ist.
Wahllos fühlt es sich an, aber nicht wie aufgegeben, sondern wie angenommen.
Manchmal kann man einfach nicht anders, bleibt einem nichts anderes.
Da prallt alles an einem ab, an der Sicherheit das dies einen Sinn hat.

Welchen Sinn hat es denn?

Kann man das jetzt schon wissen, so im vorherein, muss man das wissen?
Vielleicht bringt es ja nur Erkenntnis oder es bringt viel mehr als nur das.
Bis jetzt hat es Ruhe in meine Ruhelosigkeit gebracht und vieles hab ich vorher nicht gewusst, auch über mich nicht.

Und jetzt bist du ruhig?

Ja, ganz in mir drin bin ich das. Vieles wird einfach irgendwie kommen, irgendwann, weil es gar nicht anders kann. Ich bin mir da ganz sicher, aber eines nach dem anderen, weil das eine nicht ohne das andere geht.
Das Wollen wollen ist ja schon ganz wohlig da.
Das macht mich ganz ruhig, im Herzen und auch im Sein.

Du scheinst dir da wirklich ganz sicher zu sein?

Ja.

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